GAMS-Regel Gefahrtgut

Die GAMS-Regel hilft jedem Feuerwehrmann beim Gefahrgutunfall

Unfälle mit Gefahrgut kommen im Alltag heufiger vor als man glaubt. Doch viele Feuerwehrleute sind mit der Situation oftmals überfordert und wissen nicht wie man genau reagieren soll. Dabei sollten nicht nur Speztiakräfte der Feuerwehr die GAMS-Regel beherrschen, damit sie ohne Zeitverzögerung bei einem Unfall mit Gefahrgut reagieren können. Auch wenn man als Feuerwehrman nicht zu den Spezialkräften gehört, sollte man bei einem Unfall mit Gefahrgut alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, da besonders in der ländlichen Gegend Spezialisten viel Zeit brauchen, um zum Einsatzort zu kommen. Da oftmals ein ABC-Zug fehlt, muss der Löschzug selbst ran und mit einer Gefahrstoffsituation souverän umgehen können. Dabei ist es nicht schwer mit der GAMS-Regel auch mit solchen Situationen fertig zu werden, bevor die Gefahrstoffeinheit eintrifft. 

Was ist die GAMS-Regel?

Grundsätzlich besteht die GAMS-Regel aus drei Handlungsschritten, die nach der Abfolge der einzelnen Buchstaben abzuleisten sind. GAMS steht dabei für:

G = Gefahren erkennen
A = Absichern der Einsatzstelle
M = Menschenrettung unter Eigenschutz
S = Spezialkräfte nachfordern

Zunächst müssen die Einsatzkräfte die Gefahr erkennen, um überhaupt richtig handeln zu können. Wurde die Gefahr erkannt, geht es an das Absichern der Einsatzstelle. Wie bei jedem Einsatz muss natürlich auch der Eigenschutz beachtet werden, wenn es um die Rettung der Menschen geht. Sind alle drei Maßnahmen ergriffen, werde Spezialkräfte angefordert, damit diese nachrücken und als Verstärkung nach dem Eintreffen die Lage übernehmen können. Als früher die GAS-Regel galt, bestand das Handeln bei einem Unfall mit Gefahrenstoffen aus den Schritten:

G = Gefahr erkennen
A = Abstand halten (falls keine ausreichende Absicherung möglich ist)
S = Spezialkräfte anfordern

Die frühere GAS-Regel wurde als um die Menschenrettung erweitert, die jetzt unter dem Eigenschutz erfolgen soll. Löschzüge übernehmen also zukünftig mehr Aufgaben und sollten die erweiterte GAS-Regel beherrschen.

Gefahren-Erkennung

Zu den wichtigsten Schritten von GAMS zählt die Gefahren-Erkennung. Dabei sollte das Team, das zuerst eintrifft, sofort mit der Sammlung von Informationen beginnen. Dabei sollte rasch festgestellt werden, welches Gefahrgut vorliegt. Dies kann an der Warntafel am Unfallfahrzeug festgestellt werden oder anhand der Fahrzeugpapiere des Transporters. Ist beides nicht möglich hilft ein Anruf bei der Spedition des Unfallfahrzeugs unter Nennung des Kennzeichnens.
Ist der Fahrer am Unfallort ansprechbar und vernehmungsfähig, kann auch dieser Auskunft darüber erteilen. Allerdings sollte mit Unfallopfern immer vorsichtig und behutsam umgegangen werden.
Natürlich sollte auch der Gefahrenbereich abgesperrt werden, damit nicht weitere Fahrzeuge in die Unfallstelle hineinrasen. Dies ist regelmäßig Aufgabe des Einsatzleiters, der die ersten Maßnahmen am Unfallort mit Gefahrgut koordiniert. Natürlich sollten auch mithilfe der Polizei Umleitungsmöglichkeiten für ankommende Fahrzeuge geschaffen werden, um die Gefahrstelle zu sichern und eine Staugefahr zu vermeiden. Ist die Gegend durch einen Gefahrenstoff gefährdet, müssen Gebäude geräumt und Anwohner informiert werden.

Fazit

Wie man sehen kann, ist GAMS kein Hexenwerk und hilft Feuerwehrleuten bei einem Unfall mit Gefahrenstoffen schnell und angemessen zu reagieren, bis Spezialkräfte ankommen. Besonders wichtig ist nicht nur die theoretische Kenntnis der einzelnen Handlungsschritte, sondern auch die praktische Übung am Einsatzort. Deshalb muss GAMS in theoretischen und praktischen Schulungen immer wieder repetiert werden. Nur auf diese Weise verhindert man die Ausweitung des Unfalls und eine Schädigung von Zivilpersonen, aber auch von Feuerwehrpersonal beim Unfalleinsatz.
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